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10.10.2007 17:04 (1380 x gelesen)

Radfahrer ohne Helm



Zwei 10-jährige Jungen umrunden mit BMX-Fahrrädern auf einem Parkplatz abgestellte PKW´s. Sie tragen keinen Schutzhelm. An der Einfahrt zum Parkplatz steht eine 1,60 m hohe Hecke, sie versperrt einem PKW-Fahrer, der auf den Parkplatz einfährt, die Sicht auf die Radfahrer. Deshalb kommt es mit einem der Radfahrer zum Zusammenstoß, bei dem dieser Radfahrer schwer verletzt wurde. Er verlangt deshalb vom PKW-Fahrer Ersatz des gesamten ihm entstandenen Schadens und Schmerzensgeld.

Das Gericht spricht ihm nur 50 % des Schadens zu, weil er keinen Schutzhelm getragen hat. Zwar gibt es für Radfahrer keine gesetzliche Verpflichtung einen solchen Helm zu tragen; wenn ein Radfahrer aber einen Schaden erleidet, muss er sich seinen eigenen Beitrag zum Unfall anrechnen lassen. Der besteht darin, dass er leichtsinnig gehandelt hat, weil er ohne Helm gefahren ist. Es ist seit langem bekannt, dass Helme Schädelverletzungen vermeiden. Deshalb ist das Tragen von Helmen zumutbar. Wer trotz dieses Sachverhaltes keinen Helm trägt und eine Kopfverletzung erleidet, ist für den von ihm entstandenen Schaden mitverantwortlich.

LG Krefeld Urteil vom 22.12.2005, Az. 3 O 179/05 (nicht rechtskräftig)


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