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04.03.2008 12:20 (1639 x gelesen)

Verkäufergarantie

Der Autokauf, insbesondere der eines Gebrauchtwagens, ist Vertrauenssache. Deshalb werben Autohändler mit Garantien aller Art (Langzeitgarantie, Mobilitätsgarantie). Sie erwarten vom Kunden regelmäßig Werkstattbesuche zu den vom Hersteller empfohlenen bzw. vorgeschriebenen zeitlichen Abständen. Aber dürfen sie die Garantie vom eingehaltenen Werkstattbesuch vertraglich abhängig machen?

Nein, sagen die Bundesrichter. Der Händler darf sich nicht formal auf das Überschreiten des Wartungsintervalls berufen. Die unterbliebene Wartung, gleichgültig ob überhaupt durchgeführt oder nur verspätet, kann nur dann die Ablehnung der Garantie begründen, wenn sie für den zu behebenden Schaden ursächlich war. Das aber muss der Händler beweisen.

Geklagt hatte ein Gebrauchtwagenkäufer, der ein gutes halbes Jahr nach dem Kauf die Garantie in Anspruch nehmen wollte, weil die Kurbelwelle defekt war. Er hatte zur Wartung die Vertragswerkstatt aufgesucht, aber nicht nach 15.000 km Fahrleistung, wie vom Hersteller verlangt, sondern erst nach 15.827 km.

Bundesgerichtshof 17.10.2007 – VIII ZR 251/06


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