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08.02.2008 10:06 (1488 x gelesen)

Tierhaltung in der Eigentumswohnung

Es ist nicht rechtens durch Mehrheitsbeschluss der Wohnungseigentümer ein allgemeines Verbot der Haustierhaltung in der Wohnanlage anzuordnen. Ein solcher Beschluss ist anfechtbar.

Das Tierhaltungsverbot ist ein Eingriff in das Recht jedes Wohnungseigentümers, seine Wohnung frei von Einwirkungen anderer zu nutzen. Eingriffe muss der Wohnungseigentümer allerdings hinnehmen, soweit durch seine Nutzung für die Miteigentümer vermeidbare Nachteile entstehen.

Ein allgemeines Tierhaltungsverbot betrifft auch Kleintiere (Kanarienvögel, Zierfische), von denen unter keinen denkbaren Umständen Störungen der Nachbarschaft ausgehen können. Deshalb hat das Gericht den Beschluss beanstandet.

Entschieden wurde ein Fall, in der ein Wohnungseigentümer sich einen Dobermann-Hund zugelegt hatte; die Wohnungseigentümer wollten hiervon ausgehende Gefahren für die Nachbarschaft vermeiden, haben aber einen zu weitgehenden Beschluss gefasst.

Oberlandesgericht Saarbrücken 02.11.2006 – 5 W 154/06


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