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08.02.2008 10:04 (1389 x gelesen)

Streit zwischen Wohnungseigentümern

Ein Wohnungseigentümer muss versuchen Beleidigungen und Pöbeleien zu unterbinden, die Personen in seiner Wohnung verursachen. Schreitet der Eigentümer nicht ein, sondern lässt er den Störer gewähren, kann das zum Schadenersatz gegenüber dem Nachbareigentümer führen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Störer zum eigenen Haushalt des Wohnungseigentümers gehört oder die Wohnung angemietet hat.

Diese Leitlinien stellte das Gericht auf im Streit zwischen Eigentümern der selben Wohnanlage. Der geschädigte Eigentümer hatte seine Wohnung vermietet. Seine Mieter informierten ihn, dass sie von einem Bewohner der Nachbarwohnung angepöbelt und beleidigt werden. Deshalb fordert der Eigentümer den Nachbareigentümer auf, die Störung zu unterbinden. Weil sich nichts änderte, kündigten die Mieter und zogen aus. Dem Vermieter entstand ein Schaden, den er von seinem Nachbareigentümer bezahlt verlangte.

Die Richter gaben ihm Recht, weil in jeder Wohnanlage die Miteigentümer einander verpflichtet sind, Störungen abzustellen, die von Personen aus gehen, welche sich in der eigenen Wohnung aufhalten.


Oberlandesgericht Saarbrücken 04.04.2007 – 5 W 2/07


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