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07.11.2007 18:39 (1320 x gelesen)

Frist für die Erbschaftsausschlagung

Eine Erbschaft ist kein Grund zur Freude, wenn sie überschuldet ist. Deshalb kann jeder eine Erbschaft auch ausschlagen. Sechs Wochen beträgt die Frist, innerhalb welcher der Erbberechtigte ausschlagen muss. Sechs Wochen ab wann?

Für gesetzliche Erben beginnt die Frist ab Kenntnis des Erbfalls. Aber gilt dies auch dann, wenn Verwandte längere Zeit keinen Kontakt zu dem verstorbenen Erblasser hatten und dessen Lebensumstände auch gar nicht kannten?

Nein, sagen die Richter. In einem solchen Fall beginnt die Ausschlagungsfrist nicht schon durch den Brief des Standesamtes, mit welchem die gesetzlichen Erben über den Tod eines Verwandten (Elternteils) informiert werden. Die gesetzlichen Erben müssen zusätzlich wissen, dass wahrscheinlich kein Testament vorhanden ist, mit welchem die gesetzliche Erbfolge abgeändert wird.


Oberlandesgericht Zweibrücken 23.02.2006 – III W 6/06


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