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24.10.2007 17:24 (1298 x gelesen)

Wildunfall: Zu schnell gebremst

F fuhr bei Dunkelheit mit 80 km/h auf der Landstraße, als die Scheinwerfer seines Pkw´s einen Fuchs erfassten; der wollte die Fahrbahn überqueren. F reagierte blitzschnell: Er bremste sofort und versuchte nach rechts auszuweichen. Dabei verlor er die Kontrolle über den Pkw und fuhr auf die Leitplanke. Jetzt verlangt er von der Teilkaskoversicherung Ersatz der Reparaturkosten.

Ein Schaden, der entsteht, wenn ein Pkw-Fahrer einem Wildtier ausweicht, wird nur von der Teilkaskoversicherung erstattet. Voraussetzung hierfür ist aber, dass an dem Vorfall „Haarwild“ beteiligt ist, also z. B. Rehe, Hasen, Wildschweine oder Füchse. Aber auch dann tritt die Versicherung nur ein, wenn ein möglicher Schaden des Zusammenstoßes wahrscheinlich größer ist, als der Schaden, der durch das Ausweichen verursacht werden könnte. Üblicherweise gilt: Je größer das Tier ist, das einem Autofahrer in die Quere kommt, umso größer die Chance, die Ausweichkosten erstattet zu erhalten. Wer einem Hasen ausweicht und Schaden erleidet, geht leer aus; Ausweichschäden bei Rehen werden dagegen erstattet. Bei Füchsen wiederum zahlt die Versicherung nicht, weil das Tier zu klein ist. Der Bundesgerichtshof hat die Klage des F abgewiesen.


Bundesgerichtshof vom 25.06.2003


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