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24.10.2007 17:22 (1424 x gelesen)

Vollkasko: Ins Schleudern geraten



K nimmt nach einem Unfall seine Vollkaskoversicherung in Anspruch. Er sagt, er sei wegen überhöhter Geschwindigkeit in einer lang gezogenen Linkskurve ins Schleudern gekommen und mit dem Pkw zunächst an der linken, dann an der rechten Leitplanke entlang geschrammt. Später gibt er an, er sei infolge eines Fahrfehlers auf die linke Fahrbahnseite gekommen und dann auf die Leitplanke gestoßen. Weil die festgestellten Schleifschäden typisch für Unfallmanipulationen sind, verweigert die Versicherung die Zahlung.

Die Entscheidung hängt davon ab, wer was beweisen muss: Muss K beweisen, dass keine Unfallmanipulation vorlag oder ist dies Aufgabe der Versicherung? Im ersten Falle geht K leer aus, im zweiten Falle muss die Versicherung bezahlen. Das Gericht gibt K Recht; es hält seinen Vortrag für möglich, ohne dass er mit letzter Sicherheit bewiesen ist. Ausreichend ist aber, dass sich der Unfall unstreitig an der geschilderten Stelle zu der geschilderten Zeit ereignet hat.


Oberlandesgericht Karlsruhe vom 16.03.2006


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