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10.10.2007 17:11 (1308 x gelesen)

Chaos: Flugbedingungen im Internet



Eine Fluglinie bot per Internet Spezialtarife für Paris-Reisen an. Der Kunde buchte Hin- und Rückflugtickets an bestimmten Tagen. Den Hinflug trat er nicht an. Deshalb verweigerte ihm die Fluggesellschaft den Rückflug. Sie bezog sich dabei auf ihre Flugbedingungen, die diese Möglichkeit vorsahen. Jetzt macht der Kunde die Kosten für das Rückflugticket als Schadenersatz geltend.

Das Amtsgericht gibt ihm Recht. Es hat nämlich festgestellt, wie die Flugbedingungen im Internet aufgerufen werden mussten:

Bei Buchung der Tickets wird auf die Flugbedingungen hingewiesen, die man anklicken kann. Geschieht dies, heißt es, dass die Bedingungen nach Buchungsdatum, Zeitpunkt und Destination variieren können. Beim weiteren Buchungsvorgang des Spezialangebotes gelangt man erneut zu einer anderen Seite „Flugbedingungen“; hier heißt es, dass für bestimmte Tarife möglicherweise besondere Bedingungen gelten. Welche Bedingungen für den gebuchten Tarif wirksam sind, ist nicht weiter ausgeführt.

Das war dem Gericht zuviel: Es ist der Auffassung, dass die Fluglinie das gekaufte Rückflugticket hätte akzeptieren müssen, weil es nach wie vor wirksam war. Hätte die Fluglinie die Gültigkeit des Rückflugtickets an die Wahrnehmung des Hinflugs koppeln wollen, hätte dies in einer für den Kunden einsichtigen Weise geschehen müssen. Tatsächlich hat sie den Kunden aber im Chaos von Tarifbedingungen ratlos zurückgelassen.


Amtsgericht Frankfurt 21.02.2006



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