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10.10.2007 17:21 (1359 x gelesen)

Nach dem Unfall: Pech mit dem Mietwagen



F. war schuldlos in einen Unfall verwickelt, bei dem sein Auto beschädigt wurde. Er ließ den Schaden reparieren und nahm für die Dauer der Reparatur einen Mietwagen. Den dazugehörenden Vertrag hatte ihm die Mietwagenfirma vorgelegt. F. hatte unterschrieben und damit ohne weiteres den von der Mietfirma vorgeschlagenen Tarif akzeptiert. Die gegnerische Haftpflichtversicherung erstattet die angefallenen Reparaturkosten voll; die Mietwagenkosten zahlt sie nur teilweise, weil sie den sogenannten Unfalltarif, den die Mietwagenfirma abgerechnet hat, für überhöht hält.

Der Bundesgerichtshof hat das Recht des geschädigten Kraftfahrers auf Anmietung eines Ersatzfahrzeuges bestätigt. Allerdings nicht um jeden Preis: Der Geschädigte ist verpflichtet, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten zu erkundigen, ob er auf dem örtlichen Markt ein vergleichbares Fahrzeug zu einem günstigeren Preis anmieten kann. Denn: Mietwagenkosten müssen von der Haftpflichtversicherung nur insoweit gezahlt werden, wie „dies ein wirtschaftlich vernünftig denkender Mensch für zweckmäßig und notwendig halten darf“.

Weil dies gerichtlich bisher so noch nicht entschieden wurde und auch nicht untersucht worden ist, hat das höchste deutsche Zivilgericht deshalb im konkreten Fall die Sache an die Vorinstanz zur weiteren Abklärung zurückgegeben.

Bundesgerichtshof vom 14.02.2006


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