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10.10.2007 17:19 (1332 x gelesen)

Alles Jahreswagen oder was?



K. kaufte beim Autohändler einen Jahreswagen. Nach der Übergabe des PKW´s stellte K. anhand der Fahrzeugpapiere fest, dass der PKW schon 28 Monate vor dem Kauf hergestellt wurde und dann 24 Monate bis zur Zulassung auf Lager stand. Sechs Monate nach der Zulassung unterschrieb K. den Kaufvertrag. Er meint, der Händler hätte ihm dieses Fahrzeug nicht als Jahreswagen verkaufen dürfen; deshalb verweigert er die Kaufpreiszahlung und wird vom Autohändler verklagt.

Der Bundesgerichtshof gibt K. Recht. Unter einem „Jahreswagen“ versteht man auf dem Gebrauchtwagenmarkt ein Fahrzeug aus erster Hand, das von einem Werksangehörigen längstens ein Jahr ab Erstzulassung gefahren wurde; soweit so gut und bereits bekannt.

Neu ist jetzt: Ein Jahreswagen darf nicht länger als 12 Monate bis zur Zulassung auf „Halde“ gestanden haben. Der Bundesgerichtshof begründet dies damit, dass eine lange Standdauer für das Fahrzeug wertmindernd ist, weil es auch hierdurch altert. Der Käufer eines Jahreswagens darf erwarten, dass er ein „junges“ Gebrauchtfahrzeug erwirbt; es unterscheidet sich von einem Neuwagen lediglich durch die einjährige Nutzung im Straßenverkehr. Und für einen Neuwagen gilt: Er hat fabrikneu zu sein; das ist regelmäßig nur dann der Fall, wenn das Modell unverändert weitergebaut und zwischen Herstellung und Kauf nicht mehr als 12 Monate liegen.


Bundesgerichtshof vom 07.06.2006


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